19 July 2013

Amtlich Vor-Geschrieben - aber AMTLICH

Amtlich Vor-Geschrieben
- aber AMTLICH


  • Besteht ein Personalrat aus einer Person, erübrigt sich die Trennung nach Geschlechtern.
  • Eine einmalige Zahlung wird für jeden Berechtigten nur einmal gewährt.
  • Ausfuhrbestimmungen sind Erklärungen zu den Erklärungen, mit denen man eine Erklärung erklärt.
  • Der Wertsack ist ein Beutel, der auf Grund seiner besonderen Verwendung nich Wertbeutel sondern Wertsack genant wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt sondern versackt wird.
  • Ehefrauen, die ihren Mann erschießen, haben nach einer Entscheidung des BSG keinen Anspruch auf Witwenrente.
  • Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar.
  • Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist die Dienstreise beendet.
  • Welches Kind erstes, zweites, drittes Kind usw. ist, richtet sich nach dem Alter des Kindes.
  • Margarine im Sinne dieser Leitsätze ist Margariene im Sinne des Margarienengesetzes.
  • Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen als dauernde Berufsunfähigkeit im Sinne von §16 Abs. 1 Satz 3 EStG zu werten und demgemäß den erhöhten Freibetrag abzuziehen.
  • An sich nicht erstattbare Kosten des arbeitsgerichtlichen Verfahrens erster Instantz sind insoweit erstattbar, als durch sie erstattbare Kosten erspart bleiben.
  • Die Fürsorge umfasst den lebenden Menschen einschließlich der Abwicklung des gelebt habenden Menschen
  • Gewürzmischungen sind Mischungen von Gewürzen.
  • Persönliche Angaben zum Antrag sind freiwillig. Allerdings kann der Antrag ohne die persönlichen Angaben nicht weiter bearbeitet werden
  • Nach dem Abkoten bleibt der Kothaufen grundsätzlich eine selbstständige bewegliche Sache, er wird nicht durch Verbinden oder Vermischen untrennbarer Bestandteil des Wiesengrundstücks, der Eigentümer des Wiesengrundstücks erwirbt also nicht automatisch Eigentum am Hundekot.


Dem anderen auf die Nervengehen

Dem anderen auf die Nervengehen

1.
    Verlasse das Kopiergerät mit folgenden Einstellungen: 200% verkleinern, A5 Papier, 99 Kopien (Leider lassen sich nicht mehr alle Copierer voreinstellen)
2.
    Setze dich in deinem Garten und zeige mit einem Fön auf vorbeifahrende Autos, um zu sehen, ob sie langsamer werden.
3.
    Falls du ein Glasauge hast, tippe mit dem Füllfederhalter dagegen, wenn du mit jemandem sprichst.
4.
    Singe in der Oper mit.
5.
    Bestehe darauf, die Scheibenwischer in allen Wetterlagen laufen zu lassen, um "deren Leistung zu erhöhen".
6.
    Antworte auf alles, was jemand sagt, mit "Das ist das, was DU glaubst!".
7.
    Übe das Nachmachen der Fax- und Modemgeräusche.
8.
    Hebe irrelevantes Material in wissenschaftlichen Artikeln hervor und sende sie deinem Chef.
9.
    Beende alle deine Sätze mit "in Übereinstimmung mit der Prophezeiung!".
10.
    Signalisiere, dass eine Konversation beendet ist, indem du die Hände über die Ohren legst.
11.
    Nimm deinen Füllfederhalter auseinander und schnippe "zufällig" die Patrone durch den ganzen Raum.
12.
    Rufe Zufallszahlen, wenn jemand am zählen ist.
13.
    Stell die Farbe am TV so ein, dass alle Leute grün sind und erkläre, dass du es so magst.
14.
    Benutze den Bostich/Heftklammern immer in der Mitte des Blattes.
15.
    Erforsche in der Öffentlichkeit, wie langsam du ein krächzendes Geräusch machen kannst.
16.
    Hupe und winke Fremden zu.
17.
    Lehne es im Restaurant ab, irgendwo an einen Tisch gesetzt zu werden und iss nur die Bonbons bei der Kasse.
18.
    SCHREIB NUR IN GROSSBUCHSTABEN.
19.
    schreib nur in kleinen buchstaben
20.
    benutze absolut keine Interpunktion egal wann
21.
    Kaufe grosse Mengen von diesen orangen Kegeln für den Strassenbau und stell sie der ganzen Strasse entlang auf.
22.
    Wiederhole diese Unterhaltung einige Dutzend Male mit dir selbst: "Hörst du das?" - "Was?" - "Ach, vergiss es, schon vorbei!"
23.
    Hüpfe anstatt zu gehen.
24.
    Versuche, die Willhelm-Tell-Ouvertüre (the Lone Ranger Theme) auf deinem Kinn zu klopfen. Wenn du fast fertig bist, sage "Nein, warte, ich hab es versaut", und wiederhole es.
25.
    Frag die Leute, welches Geschlecht sie sind.
26.
    Während du eine Präsentation machst, zucke gelegentlich mit den Kopf wie ein Sittich.
27.
    Schreib bei Cheques im Feld für den Zahlungsgrund "für sexuelle Leistungen"
28.
    Stampfe auf die kleinen Ketchup -Beutelchen
29.
    Geh zu einer Dichterlesung und frage, warum die Gedichte sich nicht reimen.
30.
    Frage deine Mitarbeiter mysteriöse Fragen und schreib die Antworten auf einen Notizblock. Murmle etwas über "psychologische Profile".
31.
    Sag deinen Freunden schon 6 Tage im Voraus, dass du nicht zu ihrer Party gehen kannst, weil du nicht in Stimmung bist.
32.
    Wenn du Leuten etwas ausleihst, ruf ihnen täglich an und erinnere sie daran, dass sie im Falle eines Defektes das Gerät zahlen müssen.

Der junge neue Pfarrer und der etwas andere Gottesdienst

Der junge junge Vikar und der etwas andere Gottesdienst

Der neue Vikar war so nervös, dass er beim ersten Gottesdienst fast nicht sprechen konnte.
So fragte er den Seminarleiter um Rat. Dieser sagte, dass er vor diesem ersten Gottesdienst, in dem auch das Abendmahl gefeiert werden sollte, zwei Tröpfchen Wodka in ein Glas Wasser gebe und wenn er dieses zu sich nehme, sei er nicht mehr nervös.

Nachdem er das getan hatte, ging es ihm so gut, dass er sogar während einem Sturm die Ruhe nicht verloren hätte. Als der Vikar aber in die Sakristei zurückkehrte, befand sich ein Zettel dort vom Bischof, der diesem Gottesdienst überraschend als Gast beiwohnte:  



Geschätzter Mitbruder Vikar!

Ich gebe Ihnen einige Angaben und Feedback zu Ihrem ersten Gottesdienst, und hoffe auch, dass sich diese Angelegenheiten in der nächsten Gottesdienst nicht wiederholen werden: 
-     Es ist nicht nötig Zitronen an den Kelchrand zu stecken.
-     Der Kasten neben dem Altar ist der ehemalige Beichtstuhl und nicht das WC.
-     Mose empfing von Gott zehn Gebote und nicht zwölf.
-     Die Anzahl der Apostel waren zwölf und nicht sieben - Keiner der Apostel war ein Zwerg und auch keiner hatte ein Käppchen auf.
-     Jesus und die Apostel benennen wir nicht mit "J.C. & the SunShine-Gang"
-     David besiegt Goliath mit einem Stein durch die Steinschleuder - er fixte ihn nicht zu Tode.
-     Wir benennen Judas nicht mit "Hurensohn" und der Papst - so sie Ihn denn schon erwähnen müssen - ist nicht "El Padrino"
-     Bin Laden hat nichts mit dem Tod von Jesus zu tun.
-     Das Wasser im Taufbecken ist zum Segnen da und nicht um den Nacken zu erfrischen.
-     Weshalb Sie den Abendmahlswein in einem Zug leer getrunken, dann Salz geleckt und anschließend in die Zitrone gebissen haben, ist mir vollkommen unklar!
-     Niemals sollten Sie beten, indem Sie sich auf die Stufen vor dem Altar setzen und den Fuß auf die Bibel legen.
-     Die Hostie ist nicht zum Aperitif mit dem Wein, sondern für die Gläubigen
-     Bitte nehmen Sie den Satz: "Brechet das Brot, und verteilt es unter den Armen" nicht wörtlich; es war nicht nötig, sich zu übergeben, um die Schweinerei dann noch unter den Achselhöhlen zu verteilen
-     Die Aufforderung zum Tanz ist nicht schlecht, aber in der Polonaise durchs Kirchenschiff... - war das wirklich angebracht?!
-     die Tussi mit den kleinen Möpsen war die Jungfrau Maria; stützen Sie sich nicht mehr auf der Statue auf, noch weniger müssen Sie sie umarmen und bitte auch nicht küssen
-     der Freak im Kirchenschiff ist übrigens Jesus, er hängt da auch nicht rum, sondern ist ans Kreuz genagelt
-     Jener in der Ecke des Chores, welchen Sie als Schwulen, ja sogar als Transvestiten mit Rock benannten, das war übrigens ich.

Das nächste Mal - ich kenne durchaus das Rezept ihres ehrenwerten Studienleiters - geben Sie bitte einige Tröpfchen Wodka ins Wasser und nicht umgekehrt.

Herzlichst,
Ihr Bischof 

Gebildet - aber nicht (sofort) verstehtbar

Gebildet - aber nicht (sofort) verstehtbar

 

Die Initialisierung eines Teils vom wiederum 365.2-ten Teil der Bewegung unseres Rotationsellipsoiden um eine gigantische, dichte Wasserstoff-/Heliumwolke beinhaltet im Sprechinstrument ein Edelmetall.
(Morgenstund hat Gold im Mund)

Mentale Imagination besitzt die Abilität durch Kontinentaldrift kausierte Gesteinsformationen in ihrer lokalen Position zu transferieren.
(Der Glaube kann Berge versetzen)

Ein der optischen Wahrnehmung unfähiges, gefiedertes, aber des Fliegens nicht mächtiges Haustier gelangt in den Besitz nicht näher definierter Sämereien.
(Ein blindes Huhn findet auch ein Korn)

Vier-Topf-Zerknallungs-Treibling
(Vierzylindermotor)

Transparentpudding

(Götterspeise)

Die Struktur einer ambivalenten Beziehung beeinträchtigt das visuelle und kognitive Wahrnehmungsvermögen extrem.
(Liebe macht blind)

Wäre es nicht adequat, den Usus heterogener Termini zu minimieren?
(Sollte man nicht weniger Fremdworte verwenden?)

Die Expansion der interranen Tuberosa steht in inverser Proportionalität zur intellektuellen Kapazität des kultivierenden Agronoms.
(Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln)

Unter Einsatz immenser, jedoch bis zum Moment der Aktualisierung des Impulses latenter Energien löste sich die amphibielle Kreatur von ihrem habituellen Standort und verschwand, einer in erster Näherung parabolischen Bahnkurve folgend, in den mehr oder minder transparenten Räumen ihrer Existenz.
(Ein Frosch sprang ins Wasser)

Schallwellen werden von dichtstehenden Bäumen reflektiert.
(Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus)

Die Auslotung gradientenfreier Gewässer bereitet messtechnisch gesehen Schwierigkeiten.
(Stille Wasser sind tief)

Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!
(Zur Vereinfachung der Muttersprache erscheint es sehr sinnvoll, nicht so viele schwierige Fremdwörter zu benutzen...)

Oberhalb der Kulminationspunkte forstwirtschaftlicher Bestände tendieren die Dezibelwerte gegen den Nullpunkt.
(Über allen Wipfeln ist Ruh´)

Der Geruchskoeffizient gewisser finanzieller Mittel ist permanent gleich null!
(Geld stinkt nicht!)

Ballistische Experimente mit kristallinem H²O auf dem Areal der
Pädagogischen Institutionen unterliegen striktester Prohibition!

(Das Werfen von Schneebällen auf dem Schulhof ist verboten!)

Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen!
(Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.)

Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität des Produzenten.

(Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln.)

Eine strukturell desintegrierte Finalität in Relation zur Zentralisierungskonstellation provoziert die eskalative Realisierung destruktiver Integrationsmotivationen durch permanent lokal agressive Individuen der Spezies "Canis".
(Den letzten beißen die Hunde.)

Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
(Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht?)

In meiner psychologischen Konstitution manifestiert sich eine absolute Dominanz positiver Effekte für eine existente Individualität Deiner Person.
(Ich liebe Dich!)

Zu klug für die erste Klasse?

Zu klug für die erste Klasse?



Eine Grundschullehrerin geht zu ihrem Rektor und beschwert sich:
"Mit dem kleinen Uwe aus der ersten Klasse ist es kaum auszuhalten! Der weiß immer alles besser! Er sagt, er ist mindestens so schlau wie seine Schwester, und die ist schon in der dritten Klasse. Und jetzt will er auch in die dritte Klasse gehen!"

Der Rektor: "Beruhigen Sie sich. Wenn er wirklich so schlau ist, können wir ihn ja einfach mal testen."

Gesagt, getan, und am nächsten Tag steht der kleine Uwe zusammen mit seiner Lehrerin vor dem Rektor.

"Uwe," sagt der Direktor, "es gibt zwei Möglichkeiten. Wir stellen dir jetzt ein paar Fragen. Wenn du die richtig beantwortest, kannst du ab heute in die dritte Klasse gehen. Wenn du aber falsch antwortest, gehst du zurück in die erste Klasse und benimmst dich!!"

Uwe nickt eifrig.


Rektor: "Wie viel ist 6 mal 6?"

Uwe: "36."

Rektor: "Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?"

Uwe: "Berlin."


Der Rektor stellt seine Fragen nach der anderen und Uwe kann alles richtig beantworten.


Rektor zur Lehrerin: "Ich glaube, Uwe ist wirklich weit genug für die dritte Klasse."

Lehrerin: "Darf ich ihm auch ein paar Fragen stellen?"

Rektor: "Bitte schön."

Lehrerin: "Uwe, wovon habe ich zwei, eine Kuh aber vier?"

Uwe nach kurzem Überlegen: "Beine."

Lehrerin: "Was hast du in deiner Hose, ich aber nicht?"

Der Rektor wundert sich etwas über diese Frage, aber da antwortet Uwe schon: "Taschen."

Lehrerin: "Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?"

Dem Rektor steht der Mund offen, doch Uwe nickt und sagt: "Die Hand geben."

Lehrerin: "Was ist hart und rosa, wenn es reingeht, aber weich und klebrig, wenn es rauskommt?"

Der Rektor bekommt einen Hustenanfall, und danach antwortet Uwe gelassen: "Kaugummi."

Lehrerin: "Wo haben die Frauen die krausesten Haare?" Der Rektor sinkt in seinem Stuhl zusammen, aber Uwe antwortet ganz spontan: "In Afrika!"

Lehrerin: "Wohin greifen die Frauen am liebsten bei einem Mann?"

Dem Rektor wird ganz schwarz vor Augen, und Uwe sagt: "Zur Brieftasche."

Lehrerin: "Gut, Uwe, eine Frage noch: Sag mir ein Wort, das mit F anfängt, mit N aufhört und etwas mit Hitze und Aufregung zu tun hat!"

Dem Rektor stehen die Tränen in den Augen. Uwe überlegt einen Moment und antwort dann freudig: "Feuerwehrmann!"

Rektor: "Schon gut, schon gut. Von mir aus kann Uwe auch in die vierte Klasse gehen oder gleich aufs Gymnasium. Ich hätte die letzten sieben Fragen falsch beantwortet ..."



17 January 2013

Die ganz besondere Beigabe! - Die Gabel

In diesen Tagen berichtete eine Liturgin  von einer Frau...

Mit einer Gabel

...bei der eine schwere Krankheit diagnostiziert worden war. Der Arzt hatte ihr deutlich zuverstehen gegeben, dass sie noch drei Monate zu leben habe.
Als sie begann, ihre Sachen in Ordnung zu bringen, rief sie die Pastorin ihrer Kirchgemeinde an und fragte sie, ob sie zu ihr kommen könnte, um mit ihr bestimmte Aspekte ihrer letzten Wünsche zu besprechen. So kam es zu der gewünschten Begegnung. Sie sagte der Pastorin, welche Lieder bei ihrem Begräbnisgottesdienst gesungen und welche Bibelstellen gelesen werden sollten auch war für sie klar in welchem Kleid sie begraben werden wollte. Auch dürfte ihre Lieblingsbibel nicht fehlen, die sie in ihrer linken Hand halten wollte, wenn sie begraben würde.

Als die Pastorin gehen wollte, erinnerte sich die Frau plötzlich, dass sie noch eine letzte Bitte hatte, die ihr wirklich sehr wichtig sei. "Bitte, Frau Pastorin, nur noch eins", sagte sie, "dies ist sehr wichtig für mich. Ich möchte mit einer Gabel in der rechten Hand begraben werden."

Die Pastorin starrte die Frau an, ohne Worte zu finden. "Das erstaunt Sie, oder?" fragte die Frau; und die Pastorin reagiert mit einem deutlich verdutztem Ton in der Stimm "Nun, um ehrlich zu sein, ich bin etwas verwirrt wegen dieser Bitte." -- Die Frau erklärte also: "Sehen Sie, Frau Pastorin, ich kann mich daran erinnern, dass sich während all der Jahre, in denen ich bei den großen Essen in unserer Kirchgemeinde war, immer jemand zu mir herüber gelehnt hat, wenn das Geschirr nach dem Hauptgericht abgeräumt wurde, zu mir gesagt hat: 'Behalte deine Gabel ...' Dann wusste ich, dass noch etwas Besseres kommen würde. - Wissen Sie noch letztes Jahr die Schokoladenkekse des Frauenkreises oder beim letztem Adventskaffee der wunderbare Apfelkuchen, womit das großartige Mahl beendet wurde." Die Pastorin hörte aufmerksam zu und begann zu lächeln.

Die Frau fuhr fort: "So möchte ich einfach, dass die Leute mich da im Sarg liegen sehen mit einer Gabel in der Hand, und sich dann fragen: 'Was soll denn die Gabel?' Dann möchte ich, dass Sie ihnen sagen: Behalte deine Gabel ... das Beste kommt erst noch."

Die Augen der Pastorin zeigten deutliche Tränen, als sie die Frau zum Abschied umarmte. Sie wusste, dass es eines der letzten Male sein würde, dass sie sich vor ihrem Tod sehen würde. Aber sie wusste auch, dass diese Frau den Himmel mehr in ihrer Hand hielt als es ihr bislang gelungen war. Sie wusste und vertraute
darauf, dass das Beste erst noch kommen würde.

Bei dem Begräbnis sah jeder, der an dem Sarg der Frau vorbeiging, dass sie ein wunderschönes Kleid an hatte und ihre Lieblingsbibel in der linken Hand hielt und eine Gabel in der rechten Hand. Immer wieder hörte die Pastorin, wie die Leute die Frage stellten: "Warum hält sie diese Gabel?"

Während der Predigt erzählte sie den Leuten von der Unterhaltung, die sie mit der Cerstorbenen hatte, kurz bevor sie starb. Sie erklärte das mit der Gabel und was sie für die Frau bedeutete. Sie erzählte jedem, dass sie nicht mehr aufhören konnte, über die Gabel nachzudenken, und wie sehr sie hoffte, dass die Trauergemeinde auch nicht mehr aufhören könnten, darüber nachzudenken.
 
"... das Beste kommt erst noch."

25 November 2012

Die Waldkapelle

Die Waldkapelle

 

Die Frau Geheimrätin wünscht ihren Sommeraufenthalt in der Nähe des Fürstenwaldes zu nehmen. Da sie weiss, daß der Andrang sehr groß ist, fährt sie schon vor der Saison hin, sich ein Zimmer nach ihrem Geschmack auszusuchen.

Durch den Dorfschulzen geleitet, findet sie ein Zimmer. Sie mietet es für die kommende Saison und fährt wieder zurück. Zuhause angelangt, fällt ihr ein, daß sie vergessen hat, anzufragen, ob auch ein WC vorhanden sei. Sie schreibt also dem Dorschulzen und bittet um Nachricht.

Der Dorfschulze zerbricht sich den Kopf, was wohl ein WC sein könnte. Schließlich geht er zum Pastor des Dorfes. Der meint, damit sei wohl die neue Waldkapelle gemeint. Strahlend vergnügt begibt sich der Dorfschulze nach Haus in der Meinung, die Frage gelöst zu haben und schreibt folgenden Brief an die Geheimrätin:

Sehr geehrte gnädige Frau!

WC ist vorhanden, liegt inmitten eines prächtigen Tannenwaldes, etwa eine halbe Stunde vom Hause entfernt. Wegen seiner gesunden Lage sehr zu empfehlen. WC ist geöffnet mittwochs und sonnabends. Es empfiehlt sich wegen des ungeheuren Andrangs schon eine halbe Stunde früher da zu sein. Gnädige Frau können jedoch beruhigt sein, da etwa 600 Sitzplätze vorhanden sind. Bei schönem Wetter findet die Sache im Freien statt.

Sonntags empfiehlt sich der Besuch besonders, weil dann die Veranstaltung mit Orgelmusik vor sich geht.Demjenigen, welcher keinen Sitzplatz erhält, ist Gelegenheit gegeben, sich an die umsäumende Mauer zu stellen. Um Ihnen aber einen Vorzugsplatz zu reservieren, werde ich den besten für Sie freihalten.

Auch ist die Akustik ganz hervorragend und von Kennern schon bewundert. Selbst der zarteste Ton ist in allen Ecken schön zu hören und verbreitet ein tausendfaches Echo. Ein Gefühl der Andacht überkommt einen, wenn man in Ehrfurcht seine Knie beugt.

Beim Verlassen dieser Stätte werden Sie das Gefühl großer Erleichterung haben und jeder Druck wird von Ihnen genommen sein. Für unsere Gäste, für die der Weg zu weit ist, haben wir einen Omnibusverkehr eingerichtet.

In der Erwartung, dass Sie lebhaften Gebrauch davon machen werden, zeichnet

Hochachtungsvoll
Ihr ergebener Dorfschulze